
Kontextarbeit für ein Designstudio: die Abhängigkeit von einer Schlüsselperson wurde sichtbar
KI-Werkzeuge, die das Studio kennen. Und ein Befund, den niemand gesucht hatte.
Ein Schweizer Designstudio wollte seine KI-Werkzeuge mit dem eigenen Betrieb vertraut machen. Die Kontextarbeit dafür machte etwas sichtbar, das vorher niemand so benannt hatte: ein erheblicher Teil des Umsatzes hing an einer einzigen Person.
Ausgangslage
Das Studio nutzte Chat-Werkzeuge wie jedes andere Unternehmen: ohne Wissen über Kunden, Abläufe und Tonalität. Jede Antwort war brillant und allgemein, und jede musste nachbearbeitet werden.
Wissen über Kunden, Preise, Abläufe und Stil lag in den Köpfen, vor allem in einem. Nichts davon war aufgeschrieben, also konnte es weder ein Werkzeug noch eine Vertretung nutzen.
Das Projekt lief als kostenloses Referenzprojekt. Das Studio wird nach aussen nicht genannt.
Vorgehen
- Profil-Interview mit der Führung: Rolle, Kunden, Abläufe, Prioritäten, Tonalität. Daraus die Kontextdateien, die jedes Werkzeug lesen kann.
- Dieselben Aufgaben einmal ohne und einmal mit Kontext gelöst, mit der Führung am Bildschirm. Korrekturen flossen in die Dateien, nicht in den Chat.
- Beim Aufschreiben der Abläufe wurde geprüft, wer sie heute trägt und was passiert, wenn diese Person fehlt.
Ergebnis
- Kontextdateien in Klartext, die jedes Chat-Werkzeug lesen kann und die dem Studio gehören
- Antworten, die den Betrieb kennen, statt allgemeiner Entwürfe
- Eine verdeckte Abhängigkeit von einer Schlüsselperson wurde sichtbar und ist jetzt dokumentiert statt nur im Kopf
Eingesetzte Werkzeuge