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Du hast den falschen MSP gewählt und bist jetzt

Jessica A.,

17.01.2026

TLDR;

Die MSP-Auswahl ist eine der wichtigsten IT-Entscheidungen. Der falsche Provider kostet dich Frust, Produktivität und Geld - und die Migration zu einem neuen ist teuer und schmerzhaft. Ein guter MSP wird dein strategischer Partner. Ein schlechter ist ein Problem, das du jeden Monat bezahlst.

Die Szene ein Jahr nach der Unterschrift

Du hast einen MSP ausgewählt. Die Gebühren sahen gut aus, der Sales-Mensch war nett, der Vertrag ist unterschrieben.

Ein Jahr später?

Der Support antwortet nicht mehr rechtzeitig. Die Tickets werden weitergereicht. Server-Updates werden nicht proaktiv geplant. Du brauchst einen neuen MSP - aber jetzt bist du abhängig. Die Migration kostet mehr als die jährliche Ersparnis.

(Das klingt theoretisch? Ist es nicht. Wir sehen das regelmässig.)

Was einen guten MSP ausmacht

Ein guter MSP ist nicht einfach "IT-Support". Er ist ein strategischer Partner.

Das bedeutet:

Proaktiv, nicht reaktiv. Er meldet dir nicht erst, wenn der Server offline ist. Er verhindert, dass der Server offline geht.

Versteht dein Business. Er kennt deine kritischen Systeme. Er weiss, wann dein Peak-Geschäft ist. Er plant Updates nicht am Freitagabend vor dem Launch.

Kommuniziert klar. Du verstehst, was er sagt. Nicht nur Tech-Jargon, sondern echte Erklärungen.

Skaliert mit dir. Wenn du von 20 auf 100 Mitarbeiter wächst, kann er mitwachsen. Ohne dass alles neu verhandelt werden muss.

Die meisten Schweizer KMU mit 10-300 Mitarbeitern profitieren massiv von einem guten MSP. Aber "gut" ist das Schlüsselwort.

Die drei Fragen, bevor du suchst

Bevor du einen MSP kontaktierst, beantworte dir selbst:

1. Was brauchst du wirklich?

Wie viele Server hast du? Cloud, On-Premise, hybrid? Welche Uptime brauchst du - kann dein Business eine Stunde offline sein oder nicht? Hast du Compliance-Anforderungen (GDPR, ISO 27001)?

Schreib das auf. Eine Seite reicht.

(Klingt banal, aber die meisten Unternehmen überspringen diesen Schritt. Sie hören Pitches an und entscheiden dann - ohne zu wissen, was sie eigentlich bewerten.)

2. Wie viel Budget hast du?

In der Schweiz: Rechne mit CHF 150-500 pro Benutzer pro Jahr. Oder CHF 2'000-5'000 pro Server pro Jahr. Das hängt von deinen Anforderungen ab - 24/7 Support kostet mehr als 8-18 Uhr.

3. Wie wichtig ist lokale Präsenz?

Wenn etwas Kritisches kaputt geht - willst du einen Menschen in der Schweiz anrufen? Oder ist ein Call-Center okay?

Worauf du achten solltest

Technische Kompetenz

Hat der MSP Erfahrung mit deinem Tech-Stack? Wenn du Vmware nutzt und er nur Hyper-V kennt - Problem. Frag konkret: "Wie viele Kunden mit ähnlicher Infrastruktur betreuen Sie?"

Referenzen, die passen

Jeder MSP gibt dir drei zufriedene Kunden. Das ist normal. Aber frag nach Kunden, die ähnlich gross sind wie du und in deiner Branche arbeiten.

Und dann ruf sie an. Die Fragen, die zählen:

- Werden die Service Levels wirklich eingehalten?

- Wie ist die Support-Qualität im Alltag?

- Was war die schlechteste Erfahrung - und wie hat der MSP reagiert?

Vertragsbedingungen

Das ist der Teil, den viele unterschätzen. Der Vertrag bestimmt, ob du ein glücklicher Kunde bist oder gefangen.

Achte auf: - Lock-in-Periode: 12-36 Monate sind normal. Aber danach sollte monatlich kündbar sein. - Versteckte Lock-ins: Hardware-Verträge, die länger laufen als der Hauptvertrag. Lizenzen, die du nicht mitnehmen kannst. - Preiserhöhungen: Darf der MSP ohne deine Zustimmung erhöhen? Max. 3-5% pro Jahr ist üblich. - Offboarding: Was passiert, wenn du kündigst? Wie lange dauert die Migration? Kostet das extra?

Service Level Agreements (SLAs)

99.9% Verfügbarkeit klingt gut. Aber was passiert, wenn der MSP das nicht einhält? Gibt es Service Credits? Kündigungsrecht?

Ein SLA ohne Konsequenzen ist nur ein Versprechen.

Die Warnsignale, die dich sofort weitergehen lassen sollten

"Das haben wir noch nie gemacht."

Wenn der MSP mit einem Kernaspekt deiner Infrastruktur keine Erfahrung hat - weiter. MSPs arbeiten täglich mit dutzenden ähnlichen Setups.

Keine klaren SLAs.

Wenn der MSP sich nicht festlegen will auf Verfügbarkeit oder Response-Zeiten: Er plant, dich manchmal nicht zu liefern.

Versteckte Lock-ins.

Hardware-Verträge über 3+ Jahre. Kündigung nur zum Jahresende. Kündigungsgebühren von 50% der Jahreskosten.

Zu billig um wahr zu sein.

30% billiger als alle Konkurrenten? Frag dich warum. Mangelhaftes Management? Schlechte Qualität? Sparsamkeit bei Sicherheit?

Keine lokale Präsenz (wenn du das brauchst).

Wenn du Support in der Schweiz erwartest und der MSP nur ein Call-Center in Osteuropa hat - Mismatch.

Der Sales-Mensch macht Versprechungen, die der Tech nicht bestätigt.

Wenn der Sales-Kerl "Ja, klar!" sagt und der Tech-Kerl schweigt - das ist ein Problem.

Der Migrationsprozess

Die Migration zu einem neuen MSP ist oft unterschätzt. Ein schlechter Übergang bedeutet Wochen Produktivitätsverlust. Ein guter Übergang ist "du merkst kaum was".

Was wichtig ist:

Pilot-Phase. Der neue MSP übernimmt zuerst einen kleinen Teil - nicht alles auf einmal. Nach 2-4 Wochen ohne Probleme: nächste Welle.

Knowledge Transfer. Der neue MSP muss deine ganze Infrastruktur verstehen. Dokumentation, Passwörter, Sonderheiten.

Rollback-Plan. Was ist Plan B, wenn die Migration schiefgeht?

Zeitpunkt. Nie am Freitag. Nie während deinem Peak-Geschäft.

Das Fazit

Die MSP-Auswahl ist nicht "mal schnell einen IT-Support suchen". Es ist eine strategische Entscheidung, die Jahre beeinflusst.

Der falsche MSP kostet dich Produktivität, Nerven und Geld. Der richtige wird dein Partner - einer, der deine Infrastruktur versteht, Probleme verhindert statt nur repariert, und dich bei der Modernisierung unterstützt.

Das ist der Unterschied zwischen IT als Kostenfaktor und IT als Wettbewerbsvorteil.

Nimm dir die Zeit, es richtig zu machen.

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